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Studieren an Privatunis fĂŒr Medizin in Deutschland
Dein 2023 / 2023 Guide mit allen Infos

Die privaten Unis fĂŒr Medizin bieten in Deutschland eine Chance neben den staatlichen UniversitĂ€ten. Doch es gibt viele Fragezeichen – Kosten, Unterschiede und welche Unis gibt es ĂŒberhaupt?
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Du möchtest Medizin studieren, aber Dein Abischnitt ist nicht gut genug? Damit bist Du nicht allein: Die deutschlandweite Nachfrage nach einem Studienplatz ist groß, das Angebot jedoch begrenzt. ZulassungsbeschrĂ€nkungen wie NC und Wartezeit gelten jedoch nur fĂŒr staatliche UniversitĂ€ten – eine weitere Möglichkeit zum Medizinstudium in Deutschland bieten Privatunis, deren Zulassung nach anderen Kriterien verlĂ€uft: Wichtig sind die individuelle Motivation und nicht zuletzt auch die finanzielle Situation des Bewerbenden.

Hier erfĂ€hrst Du, inwiefern sich ein Blick auf die sieben Privatunis fĂŒr Medizin in Deutschland fĂŒr Dich lohnen könnte, wie Du ein Studium an einer Privatuni finanzieren kannst und wo genau die Unterschiede zu einem Studium an einer staatlichen UniversitĂ€t liegen.

 

Übersicht der Inhalte

Privatuni fĂŒr Humanmedizin:
Kosten und Finanzierungsoptionen

 

  • StudiengebĂŒhren von 8.000€ – 15.000€ / Semester
  • Umgekehrter Generationenvertrag
  • Förderprogramme
  • Stipendien

Wenn Du „Privatuni“ hörst, denkst Du vermutlich als erstes: Teuer! Viele potenzielle Medizinstudierende tun den Gedanken an ein Studium an einer Privatuni sehr schnell wieder ab – mit der BegrĂŒndung, dass die geforderten StudiengebĂŒhren kaum bezahlbar seien. Dieser Einwand ist durchaus berechtigt, mĂŒssen doch pro Semester zwischen 8.000€ und 11.500€ fĂŒr die medizinische Ausbildung bezahlt werden.

Was man jedoch nicht außer Acht lassen sollte, sind die eigens von den Privatunis angebotenen Finanzierungsmöglichkeiten sowie verschiedene Formen der Förderung, darunter Stipendien. Im Gegensatz zum allgemeinen Mythos muss man sich fĂŒr ein Medizinstudium an einer Privatuni in Deutschland nicht in einer ĂŒberdurchschnittlich guten finanziellen Situation befinden.

 

Förderprogramme, GenerationenvertrÀge & zur Finanzierung

Die populĂ€rste Methode ist der so genannte Umgekehrte Generationenvertrag. Dieses Finanzierungsmodell funktioniert nach dem Prinzip, dass Studierende wĂ€hrend des Medizinstudiums nur einen geringen Anteil oder gar keine StudiengebĂŒhren bezahlen, sondern erst mit dem Eintritt ins Berufsleben damit anfangen. Die Zahlungen gehen dann in einen Fond, der wiederum die Studierenden der nĂ€chsten Generation unterstĂŒtzt und es ihnen ermöglicht, auf große Zahlungen wĂ€hrend des Studiums zu verzichten.

Ebenfalls von den Privatunis fĂŒr Medizin eigens angeboten werden so genannte Förderprogramme, fĂŒr die man sich bewerben kann, wenn man einen Studienplatz an der jeweiligen UniversitĂ€t erhalten hat. Diese unterscheiden sich je nach Uni und es bietet sich an, sich bereits vor Studienantritt dahingehend zu informieren.

UnabhĂ€ngig von der jeweiligen Privatuni fĂŒr Medizin gibt es in Deutschland außerdem die Möglichkeit, ein Stipendium zu erhalten. Entgegen der oft verbreiteten Meinung, dass ein Stipendium nur fĂŒr ĂŒberdurchschnittlich gute Leistungen vergeben wird, gibt es mittlerweile ganz unterschiedliche Kategorien von Stipendien. Völlig unabhĂ€ngig vom Studiengang können sich beispielsweise Studierende aus Nichtakademikerfamilien oder Studierende mit Kindern fördern lassen. Medizinspezifische Stipendien werden unter anderem je nach gewĂ€hlter Fachrichtung vergeben.

 

BaföG im Privatstudium fĂŒr Medizin?

FĂŒr Studierende an Privatunis gelten die gleichen BaföG-Regelungen wie fĂŒr Studierende an staatlichen Unis. Das bedeutet, dass Du auf herkömmlichen Weg deinen Anspruch auf finanzielle UnterstĂŒtzung beim BaföG-Amt ermitteln lassen kannst. Leider reicht die BaföG-Förderung allein nicht aus, um die StudiengebĂŒhren von Privatunis fĂŒr Medizin in Deutschland zu begleichen – sie bildet aber auf jeden Fall einen unterstĂŒtzenden Faktor.

Generell hast Du also eine Vielzahl an Möglichkeiten, wenn es um die Finanzierung Deines Studiums an einer medizinischen Privatuni in Deutschland geht. Meistens kannst Du Dich mindestens auf die Option verlassen, dass Du selbst entscheiden kannst, ob Du anfallende StudiengebĂŒhren auf einen Schlag, monatlich, pro Semester oder erst nach dem Eintritt ins Berufsleben bezahlen möchtest.

Medizinstudium an deutschen Unis:
Privat vs. Staatlich

 

  • kleinere KursgrĂ¶ĂŸen
  • mehr PraxisnĂ€he
  • Auslandsaufenthalte
  • aufwendigere Zulassungsverfahren
  • Kritik an ForschungsnĂ€he

Nun, da die Frage der Finanzierung vorerst geklĂ€rt ist, muss noch eine viel wichtigere Entscheidung getroffen werden: Medizin an einer Privatuni in Deutschland – will ich das ĂŒberhaupt? Damit Du dir eine Vorstellung davon machen kannst, was Dich an einer deutschen Privatuni erwartet, lohnt sich ein Blick auf die Unterschiede zu einem Studium der Medizin an einer staatlichen UniversitĂ€t.

Ein Vorteil, der Medizin an einer Privatuni von staatlichen FakultĂ€ten in Deutschland unterscheidet, sind die KursgrĂ¶ĂŸen und die individuell strukturierten LehrplĂ€ne. Da es sich im Vergleich zu staatlichen Unis um sehr viel weniger Studierende pro Studiengang handelt, ist ein ausgiebiger individueller Kontakt zu den jeweiligen Dozierenden möglich. Außerdem sind die LehrplĂ€ne fĂŒr Medizin an Privatunis meistens so gestaltet, dass schon frĂŒh praktische Erfahrungen eingebunden werden, wĂ€hrend an staatlichen UniversitĂ€ten zunĂ€chst semesterlang Theorie gepaukt wird – das kann sowohl als Vorteil als auch kritisch betrachtet werden.

Teil der praxisnahen Ausrichtung der meisten MedizinstudiengĂ€nge an Privatunis in Deutschland sind oftmals verpflichtende Auslandsaufenthalte, die aus Partnerschaften mit internationalen UniversitĂ€ten hervorgehen. Eine hohe Reisebereitschaft ist also von Vorteil, wenn man sich auf einen Studienplatz fĂŒr Medizin an einer Privatuni bewirbt.

 

Zulassungsverfahren an nicht staatlichen Unis fĂŒr das Studium der Humanmedizin

Auch wenn fĂŒr die Zulassungsverfahren an Privatunis fĂŒr Medizin in Deutschland kein Einser-Abi nötig ist, heißt das nicht, dass die Bewerbenden nicht nach bestimmten Kriterien bewertet und aussortiert werden. Im Gegenteil: Im Vergleich zu staatlichen UniversitĂ€ten sind die Aufnahmeverfahren fĂŒr Privatunis oft langwieriger und intensiver. Je nach Uni mĂŒssen eine hohe Motivation sowie teils praktische Erfahrung und schulisches Vorwissen in Testform nachgewiesen werden.

Das Prinzip von Privatunis fĂŒr Medizin wird oft als Ganzes kritisiert, vor Allem von den medizinischen FakultĂ€ten der staatlichen UniversitĂ€ten. Grundlegend fĂŒr die Ausbildung von Ärzt*innen sei die NĂ€he zur Forschung – eine Abkapselung von den generalisierten StudiengĂ€ngen berge die Gefahr, ein Studium von mangelhafter QualitĂ€t hervorzubringen.

Klar ist jedoch: In Deutschland herrscht Mediziner*innenmangel und es gibt viele geeignete und motivierte Abiturient*innen, die aufgrund des NC-Verfahrens von der Möglichkeit eines Medizinstudiums an einer staatlichen Uni ausgeschlossen werden.  Medizinische Privatunis setzen an diesem Problem an, indem sie den Zulassungsprozess ĂŒberwiegend frei vom Abiturdurchschnitt gestalten. Dadurch erhalten viele Studierende, die ohne Privatunis vielleicht niemals einen Studienplatz erhalten hĂ€tten, die Möglichkeit, potenziell erstklassige Ärzt*innen zu werden.

Welche Medizin-Privatunis gibt es
in Deutschland?

 

Die Entscheidung ist getroffen: Du willst Dich fĂŒr ein Studium der Medizin an einer Privatuni in Deutschland bewerben. Doch welche der sieben UniversitĂ€ten soll es sein? Da meistens bereits beim Bewerbungsprozess Kosten anfallen, bietet es sich an, die Auswahl vorab einzuschrĂ€nken und zu ĂŒberlegen, welche Privatuni am besten zu Dir passt. 

Liste der Privatunis fĂŒr Medizin in Deutschland

  • UniversitĂ€t Witten-Herdecke
  • Paracelsus Medizinische PrivatuniversitĂ€t NĂŒrnberg
  • Kassel School of Medicine
  • Asklepios Medical School Hamburg
  • Medizinische Hochschule Brandenburg
  • UniversitĂ€tsmedizin Neumarkt A.M. Campus Hamburg
  • EDU Hochschule fĂŒr Medizin

 

UniversitÀt Witten-Herdecke

An der UniversitĂ€t Witten-Herdecke wird besonders viel Wert auf die persönliche Betreuung der Studierenden sowie die Praxisorientierung gelegt. Pro Semester mĂŒssen ca. 918€ an StudiengebĂŒhren bezahlt werden. Die Bewerbung, fĂŒr welche bereits eine GebĂŒhr in Höhe von 250€ anfĂ€llt, besteht aus einem schriftlichen, formalen Teil und einem Interview. 

 

Paracelsus Medizinischen PrivatuniversitĂ€t NĂŒrnberg (PMU)

Bei der Paracelsus Medizinischen PrivatuniversitĂ€t NĂŒrnberg (PMU) handelt es sich um einen deutschen Standort der eigentlich in Salzburg, Österreich ansĂ€ssigen PMU. FĂŒr NĂŒrnberg werden jedes Jahr 50 StudienplĂ€tze fĂŒr Medizin vergeben. Pro Jahr mĂŒssen dort ca. 14.400€ an StudiengebĂŒhren entrichtet werden. Auch fĂŒr die Bewerbung fallen bereits Kosten in Höhe von 210€ pro Bewerbung an. Das Bewerbungsverfahren besteht aus einer schriftlichen Bewerbung, einem Test und einem Interview.

Kassel School of Medicine (KSM)

Die Kassel School of Medicine (KSM) arbeitet mit der britischen University of Southampton zusammen, weshalb die ersten zwei Jahre des Studiums in Southampton und die verbleibenden Semester in Kassel absolviert werden. Pro Jahr fallen ca. 13.000€ an StudiengebĂŒhren an.

Asklepios Medical School Hamburg

Die Asklepios Medical School Hamburg gehört zur Semmelweis UniversitĂ€t in Budapest. Daher mĂŒssen mindestens die ersten beiden Jahre des Medizinstudiums in Ungarn verbracht werden, weshalb man sich auch zum ersten Semester bei der Semmelweis UniversitĂ€t in Budapest und nicht in Deutschland bewerben muss. Nach den ersten vier Semestern kann man die Möglichkeit wahrnehmen, das Studium am Standort Hamburg zu beenden. Pro Semester mĂŒssen StudiengebĂŒhren in Höhe von ca. 8.200€ bezahlt werden. Zum Bewerbungsverfahren gehört ein Aufnahmetest.

Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB)

Der Forschungsschwerpunkt der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB) ist das Erforschen von Alterungsprozessen. Eine Besonderheit des Studiengangs Humanmedizin ist die spezielle Miteinbeziehung von Psychologie und Biomedizin. FĂŒr das gesamte Studien fallen Kosten in Höhe von ca. 125.000€ an. Wichtig fĂŒr die Bewerbung ist, dass die Unterlagen sowohl schriftlich als auch in elektronischer Form eingereicht werden mĂŒssen. Nach dem Einsenden der Unterlagen folgt fĂŒr einen Teil der Bewerbenden ein AuswahlgesprĂ€ch.

UniversitÀtsmedizin Neumarkt A.M. Campus Hamburg

Die UniversitĂ€tsmedizin Neumarkt A.M. Campus Hamburg ist an die Medizinische und Pharmazeutische UniversitĂ€t Targu Mures in RumĂ€nien angegliedert. Studierende haben die Möglichkeit, entweder das komplette Studium in Hamburg oder aber die HĂ€lfte der Semester in RumĂ€nien zu verbringen. In Hamburg fallen dabei jĂ€hrliche GebĂŒhren zwischen 12.500€ und 14.000€ an, wĂ€hrend man in RumĂ€nien nur 3000€ pro Jahr bezahlen muss. Zur Bewerbung gehören schriftliche Unterlagen, ein persönliches AuswahlgesprĂ€ch und ein Multiple-Choice-Test.

EDU Hochschule fĂŒr Medizin

Als virtueller Campus hat die EDU Hochschule fĂŒr Medizin einen besonderen Status unter den medizinischen Privatunis in Deutschland. FĂŒr 6500€ pro Trimester bzw. ungefĂ€hr 97.500€ insgesamt hast Du hier die Möglichkeit, ortsunabhĂ€ngig Medizin im Bachelor und Master zu studieren. Physische Anwesenheit ist nur fĂŒr die praktischen Phasen erforderlichen, die jeweils an einer der Partnerkliniken in ganz Deutschland absolviert werden können. Aufgrund der Aufteilung in Trimester gibt es bis zu neun Möglichkeiten pro Jahr, sich zu online zu bewerben.

Fazit: Zu teuer und zu aufwendig?
Immer eine Chance

 

An einen Studienplatz fĂŒr Medizin an einer Privatuni in Deutschland zu gelangen, ist nicht simpel. Trotz der hohen StudiengebĂŒhren kann man sich eine Zulassung nicht einfach erkaufen. Obwohl kein Einser-Abi nötig ist, muss man sich auf teils langwierige und schwierige Auswahlverfahren vorbereiten. Trotzdem sollte beim Traum vom Medizinstudium keine Chance ausgelassen werden und ein Blick auf die sieben Möglichkeiten zum privaten Medizinstudium in Deutschland lohnt sich allemal.

Wenn Dein  Abidurchschnitt nicht fĂŒr eine staatliche UniversitĂ€t ausreicht, gibt es neben Privatunis fĂŒr Medizin in Deutschland noch die Möglichkeit, sich um einen Studienplatz im Ausland, bei der Bundeswehr oder auf einen alternativen Studiengang zu bewerben.

Doch auch der Traum vom Medizinstudium an einer staatlichen UniversitĂ€t in Deutschland muss noch nicht ausgetrĂ€umt sein: Über das Losverfahren hast Du die Möglichkeit, auch ohne Einser-Abi einen Studienplatz angeboten zu bekommen. Dieser Weg wird nicht allein durch pures GlĂŒck bestimmt: FĂŒr jede Uni gilt es, gesonderte Fristen sowie spezifische Formalia zur Anmeldung einzuhalten.
Das Team von medizin-losverfahren.de hilft dir dabei, dich automatisch fĂŒr alle Losverfahren deutschlandweit zu registrieren, sodass Du deine  Chance auf einen Studienplatz fĂŒr Humanmedizin maximieren kannst.

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